Die Klassen 9a und 9f der Realschule am Europakanal nahmen am Media & Journalism-Kurs von Understanding Europe Germany e.V. teil. Der Workshop beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Fake News und dem Umgang mit Informationen auf Social Media.
Zu Beginn tauschten sich die Schülerinnen und Schüler über ihre eigene Mediennutzung aus. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Social Media und die Frage, welche Rolle Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat im Alltag spielen. In verschiedenen Diskussionsrunden nahmen die Teilnehmenden unterschiedliche Standpunkte ein und setzten sich mit den Ansichten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler auseinander.
Im weiteren Verlauf erhielten sie Informationen über Desinformation und Fake News. Dabei ging es unter anderem darum, wie Falschinformationen entstehen, warum sie verbreitet werden und welche Auswirkungen sie auf die öffentliche Meinungsbildung haben können. Außerdem wurde besprochen, wie sich unseriöse oder manipulative Inhalte erkennen lassen und weshalb es wichtig ist, Informationen kritisch zu hinterfragen und Quellen zu überprüfen.
Um die Mechanismen hinter der Verbreitung von Nachrichten auf Social Media besser zu verstehen, spielten die Schülerinnen und Schüler anschließend auf den iPads das sogenannte "Bad News Game". In diesem schlüpften sie selbst in die Rolle einer Person, die gezielt Fake News und Desinformation verbreitet. Ziel war es, möglichst viele Follower zu gewinnen und Beiträge mit großer Reichweite zu erstellen. Dabei konnten die Teilnehmenden beobachten, wie Algorithmen auf Social-Media-Plattformen funktionieren und welche Art von Beiträgen besonders viel Aufmerksamkeit, Reichweite oder Empörung erzeugt. Die Gruppe, der dies am erfolgreichsten gelang, gewann das Spiel.
Der Workshop vermittelte den Schülerinnen und Schülern auf anschauliche und interaktive Weise, wie sich Informationen im Internet verbreiten und welche Bedeutung ein kritischer Umgang mit sozialen Medien im Alltag hat.
Jonas Baier / Michelle Rostock-Garkisch