Kriminalgeschichtlicher Rundgang

Kriminalgeschichtlicher Rundgang

Am 15. Mai machte sich die Klasse 7f im Rahmen des Geschichtsunterrichts auf den Weg nach Nürnberg, um an einem kriminalgeschichtlichen Rundgang teilzunehmen. Nach der Zugfahrt begann unsere Führung am Henkerhaus, von wo aus wir die Altstadt und verschiedene historische Orte erkundeten.
Während des Rundgangs erfuhren wir viel über die Straf- und Kriminalrechtsgeschichte Nürnbergs und verglichen das Rechtssystem früherer Zeiten mit unserem heutigen. Besonders interessant war, wie bestimmte Begriffe entstanden sind: So lernten wir beispielsweise den Ursprung von Wörtern wie „Schlitzohr“ oder „peinliche Befragung“ kennen.
Außerdem wurden viele Vorurteile über das Mittelalter aufgeklärt. So erfuhren wir, dass die berühmte „Eiserne Jungfrau“ vermutlich nie als Folterinstrument verwendet wurde und dass die Hexenverfolgung in Nürnberg deutlich geringer ausfiel, als oft angenommen wird. Überraschend war auch, dass die Zahl der Todesstrafen damals wesentlich niedriger war, als viele vermutet hatten.
An verschiedenen Stationen, darunter dem Alten Rathaus, am Ort der ehemaligen Lochgefängnisse und dem Schuldturm, bekamen wir spannende Einblicke in das Leben und die Rechtsprechung vergangener Jahrhunderte. Dabei begegneten uns auch bekannte Persönlichkeiten der Nürnberger Stadtgeschichte wie der Künstler Veit Stoß, der Uhrmacher Peter Henlein und der berühmte Henker Franz Schmidt.
Besonders spannend war es, Inhalte aus dem Unterricht direkt mit der Regionalgeschichte zu verknüpfen und historische Orte selbst zu sehen. So wurde Geschichte für uns viel anschaulicher und lebendiger.
Am Ende des Rundgangs erreichten wir den Schönen Brunnen in Nürnberg, an dem unsere Führung endete. Anschließend machten wir uns wieder auf den Heimweg. Die Exkursion bot uns viele interessante Einblicke in die Geschichte Nürnbergs und machte den Unterricht auf besondere Weise erlebbar.
Sophia Seuberth